Buga2015 – Ausflug nach Stölln

Am Samstag ging es für mich mit dem Regionalexpress nach Rathenow, denn dort wartete ein Buga-Bus auf  Interessenten und Reisejournalisten, der uns nach Stölln brachte. Hier fand vor 25 Jahren im Schatten der DDR-Wende eine technische Sensation statt, das leider heute fast vergessen ist. Aber ich bin mir sicher, dass sich das im nächsten Jahr ändern wird. Warum – weil die Buga 2015 auch in Rathenow und Stölln stattfindet und dann viele Besucher hierher kommen werden, zum Ort an dem Otto Lilienthal bei einem seiner Flugversuche verunglückte und wo heute eine alte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 steht.

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Die Waldmöpse sind los

Wer hat nicht von ihnen gehört – den gehörnten Waldmöpsen, die eine aussterbende Art in Deutschland ist. Mit Dokumentaraufnahmen bewies Loriot, dass ein kleiner Restbestand verkleinerter, aber immerhin noch gehörnter Waldmöpse in unseren Wäldern überdauert habe und dort beträchtliche Schäden anrichtete. Diese konnten sich nur halten, weil der Waldmops die unterschiedlichsten Überlebens- und Fortpflanzungsstrategien anwendet. Im Frühjahr und Herbst folgt er den Zugvögeln und seine Eier legt er in die Quellflüsse großer Ströme, wohin er immer wieder zurückkehrt.

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Soweit die Geschichte. In der Praxis ehrt Brandenburg, die Geburtstadt von Loriot, den Künstler mit einem Waldmopszentrum. Im Humboldthain kann man sitzende, liegende, schnüffelnde, stehende, nach hinten blickende und pinkelnde Waldmöpse betrachten, wenn man sie denn findet !
Daraus kann man einen unterhaltsamen Spaziergang machen und versuchen so viele Waldmöpse zu möglich zu finden. Aber Achtung – die Wesen sind klein und man muss nach unten sehen.
Ich habe an meinem ersten Buga-Tag nur drei gefunden, Grund es beim nächsten Mal besser zu machen.

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Fakten-Check:
Die Waldmöpse stammen von Clara Walter. Die 23 Jahre alte Berlinerin studiert in Detmold Innenarchitektur und hat mit ihrem Entwurf “Der wilde Waldmops” den Wettbewerb für ein Loriot-Denkmal in der Geburtsstadt des Karikaturisten, Humoristen und Schauspielers gewonnen.

Perfekte Fotomotive – die Blumenschau in Brandenburg a.d.Havel

Wer tolle Blumen und Macromotive zum Fotografieren sucht, der ist hier richtig – in der Kirche St. Johannis, einer ehemaligen Klosterkirche aus dem 15. Jahrhundert. Ich kenne diese Kirche nur als Ruine und was daraus geworden ist, hat mich wirklich überzeugt. Das nenne ich Nachhaltigkeit, denn diese Kirche wird auch nach dem Ende der BUGA bleiben.

Im Inneren wurde die Kirche entkernt und so finden die Blumenarrangements ausreichend Platz. Was das ganze noch Einzigartiger macht, sind die wöchentlich wechselnden Ausstellungen. Allein dieser Aufwand ist enorm. Für den Besucher und Fotografen heißt das natürlich, dass man mehr als einmal kommen muss oder sich auf eine Richtung spezialisiert. Die entsprechenden Themen und Daten findet man hier.

Aber genug der Worte, hier die ersten Fotos.

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Im Fernsehen wurde u.a. die Mohnblumenschale gezeigt und ich kann Euch versichern, dass jede Blume echt ist.

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Ich bin noch dabei meine Bilder zu sortieren, damit Ihr einen Eindruck bekommt, zum Schluß ein Blick ins Innere. Ich werde auf jeden Fall noch mehr Fotos posten.

Die Kirche St.Johannis findet Ihr in der Stadt Brandenburg, sie liegt im Humboldthain, fast an der Havel. Auf Grund der Größe ist sie nicht zu übersehen :)

Viel Spaß beim Ansehen wünscht Kerstin

Up in the air – mit dem City-Skyliner in Brandenburg

Der dritte Buga-Tag und das Wetter könnte nicht besser sein, besonders für den Skyliner. Drei von fünf BUGA-Kommunen kommen in den Genuss des BUGA-City-Skyliners: Bandenburg an der Havel, Rathenow und die Hansestadt Havelberg. In Brandenburg steht er vom 18.04.-07.06.2015 auf dem Festplatz am Heineufer, also nicht direkt auf den BUGA-Geländen, sondern in unmittelbarer Nähe – immer sehr gut fußläufig erreichbar. Der Preis für eine Fahrt beträgt für Erwachsene 6 Euro und ist nicht im Kartenpreis enthalten. Wer schwindelfrei ist, dem kann man so eine Fahrt wirklich nur empfehlen. Ich war am Vormittag dort und es war zum Glück nicht so voll. Man konnte gut Filmen und Fotografieren.

Von der verglasten Aussichtsplattform ist eine atemberaubende 360 Grad-Sicht auf die BUGA-Areale, die BUGA-Kommunen und sogar bis weit in die Havelregion hinein möglich. Bei guter Sicht kann bis in eine Entfernung von bis zu 30 Kilometern geschaut werden. Jeweils vier Mal pro Stunde erhebt sich der Aussichtsturm für die Besucher. 2.400 Besuchern wird so täglich ein „Aufstieg“ in die Lüfte ermöglicht.

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„Der City Skyliner eine große touristische Attraktion. Die Höhe, die die Plattform erreicht, ist wirklich einmalig in der Welt. Viele Besucher werden die Chance nutzen die Havelregion von oben zu betrachten. Der City Skyliner ist ein wunderbares und exklusives Zusatzangebot für unsere vielen Gäste aus der gesamten Bundesrepublik“, so Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der BUGA-Kommune Brandenburg an der Havel.

Das Wetter war wirklich perfekt, die Sicht ausgezeichnet.

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Für die Technik-Fans unter Euch hier noch ein paar Fakten:

Gesamthöhe: 81,0 m
Grundfläche: 23 m Front x 24 m Tiefe
Maximale Höhe der Kabine: 72 m
Kapazität: 60 Personen, maximal 4,5 t
Treppenhöhe 2,5 m
Gesamtgewicht: 270 t (auf sechs Bodendruckpunkten)

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Ich hoffe, dass ich Euch nicht gelangweilt habe, aber fern Skyliner ist wirklich ein guter Start für den Besuch der Buga. Von oben erkennt man auch, wo die meisten Besucher sind :)

Damals war’s – Fluggeschichte 1989

Am Samstag ging es für mich mit dem Regionalexpress nach Rathenow, denn dort wartete ein Buga-Bus auf  Interessenten und Reisejournalisten, der uns nach Stölln brachte. Hier fand vor 25 Jahren im Schatten der DDR-Wende eine technische Sensation statt, das leider heute fast vergessen ist. Aber ich bin mir sicher, dass sich das im nächsten Jahr ändern wird. Warum – weil die Buga 2015 auch in Rathenow und Stölln stattfindet und dann viele Besucher hierher kommen werden, zum Ort an dem Otto Lilienthal bei einem seiner Flugversuche verunglückte und wo heute eine alte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 steht.

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Ich hatte die Möglichkeit die IL -62 anzusehen und dort auch den ehemaligen Kapitän Kallbach zu treffen, der sehr interessant und engagiert von dem damaligen Flug berichtete.

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Diese IL 62 wurde nicht einfach dorthin transportiert, nein, der Flugkapitän Kabach landete sie am 23. Oktober 1989 auf einem nur 900 m langen Feld in Stölln. Das Flugzeug war ein Geschenk der Interflug an die Stadt, in der Lilienthal bei seinen Flugversuchen abstürzte. Die Landung wurde sorgfältig geplant und das Flugzeug dafür entsprechend präpariert. Eine regulär betriebene IL-62 benötigt für eine übliche Landung im Linienverkehr mit Passagieren und Gepäck eine Piste von circa 2500 m Länge. (youtube)

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Um sich die Größe des Flugzeuges bewußt zu werden, steht neben der Maschine ein kleines Modellflugzeug.

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Man hatte genug Zeit die Maschine von außen und innen anzusehen, es gibt noch tolle Bilder, die ich gern später poste. Besonders im Innenraum kann man die Beinfreiheit erkennen, die früher herrschte. Wie sagt man so schön – nicht alles war schlecht :)

Ich weiß nicht wie es früher in einem Cockpit aussah, das der IL war sehr eindrucksvoll.

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Im Flugzeug haben wir auch einen Film über den damaligen Flug sehen können. Das Video habe ich bei You Tube nicht gefunden, aber ein ähnliches. Schaut es Euch ruhig an, es ist wirklich interessant.

Für uns ging es danach in das “Lilienthal Centrum Stölln” (dazu später mehr).
Ermöglicht hat diesen Besuch der CTOUR-Medientreff.