Atelierbesuch in Gosen

Kaum zurück aus meinem Winterurlaub, bekam ich die Gelegenheit das Atelier der Emaillekünstler Kleemann/Seelig zu besuchen.

Beate Seelig, Tochter von Dora und Hubert Kleemann, empfing uns im Haus ihrer Eltern, in dem auch sie ihren Arbeitsplatz hat. Jetzt waren wir eingeladen um u.a. zu sehen wie Emaillekunst entsteht. Für mich absolutes Neuland, ehrlich gesagt hatte ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht, das geschmolzenes Glas zu Emaille wird und welche Kunstwerke daraus entstehen. Gelernt hat Beate Seelig ihr Handwerk bei ihren Eltern, die auch heute noch jeden Tag im Atelier arbeiten. Es war bewundernswert zu sehen wie engagiert die Künstler über ihre Arbeit berichteten und zu vielen Stücken kleine Geschichten erzählten. Es war ein toller Vormittag im Haus der Kleemanns,  danach ging es mit Beate Seelig in die Vereinsräume des Kulturvereins Animus e.V.

Beate Seelig, die selbst auch Schmuck macht, zeigte uns auch ein paar Stücke ihrer Mutter.

Während wir uns umsahen, erzählten Dora und Hubert Kleemann von ihren Kunstwerken, die in vielen Kirchen zu finden sind und den Auszeichnungen, die sie auch noch nach der Wende bekamen.

Fast alle Stücke sind zu verkaufen, es ist schwer sich für eines der Werke zu unterscheiden, mir hat eine Dreiergruppe aus Emaille gefallen, die ich aber nicht fotografiert habe.

Wer neugierig geworden ist, dem empfehle ich den 10. Mai 2016.  Im Zusammenhang mit dem Tag des Offenen Ateliers können viele Werke besichtigt im Gebäude des Kulturvereins “animus” besichtigt werden (oder nach Vereinbarung).

animus – Kulturverein Gosen-Neu Zittau e.V.

15537 Gosen-Neu Zittau, OT Gosen

Am Müggelpark 31

Anfahrt:
Vom S-Bahnhof Köpenick fährt 14:49 Uhr der Bus X96 nach Müggelheim und der Bus 396 fährt 15:15 Uhr weiter nach dem 3 Kilometer entfernten Gosen zur Haltestelle „Müggelpark“. Vom S-Bahnhof und Bus-Bahnhof Erkner fährt 15:45 Uhr der Bus 424 über Neu-Zittau nach Gosen zur gleichen Haltestelle.

Bitte berichten Sie Freunden und Bekannten von uns. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Buga2015 – Ausflug nach Stölln

Am Samstag ging es für mich mit dem Regionalexpress nach Rathenow, denn dort wartete ein Buga-Bus auf  Interessenten und Reisejournalisten, der uns nach Stölln brachte. Hier fand vor 25 Jahren im Schatten der DDR-Wende eine technische Sensation statt, das leider heute fast vergessen ist. Aber ich bin mir sicher, dass sich das im nächsten Jahr ändern wird. Warum – weil die Buga 2015 auch in Rathenow und Stölln stattfindet und dann viele Besucher hierher kommen werden, zum Ort an dem Otto Lilienthal bei einem seiner Flugversuche verunglückte und wo heute eine alte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 steht.

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Weiterlesen “Buga2015 – Ausflug nach Stölln”

Schloß Marquardt

Manchmal entdeckt man solche Orte zufällig, denn eigentlich waren wir am Samstag auf dem Weg nach Brandenburg und wollten unterwegs schöne Rapsfelder entdecken. Aber das Wetter war nicht so berühmt und die besten Felder nicht frei zugänglich. Stattdessen haben wir ein verlassenes Schloß im kleinen Ort Marquardt entdeckt.
Die Geschichte des Schlosses ist ausführlich auf der Webseite nachzulesen, deshalb nur kurz etwas zu den letzten Jahren. Nach dem Erwerb der Grundstücke durch die Hotelgruppe “Esplanade”, war ein moderner Hotel-Neubau geplant. Nach dem Rückzug des Investors bestand im Zusammenhang mit dem Regierungsumzug nach Berlin vorübergehend eine Option der Bundesregierung auf das Schloss. Seit 2000 gibt es einen neuen Eigentümer. Auf der Webseite wird das Schloß zum Verkauf angeboten, bis es soweit ist, kann man es mieten. Für Veranstaltungen, Hochzeiten oder Dreharbeiten.

Der Verkaufspreis laut Webseite:

Kaufpreis: Grundstücke inkl. Schloss: 11,95 Mio EUR
Investitionsvolumen: Ausbau Schloss und Neubau auf dem Gutshofgelände je nach Ausbaustandard: ca. 60 – 85 Mio EUR

Mehr Fotos gibt es auf meiner http://brandenburger.photography – Seite

Wer sich das Schloß ansehen möchte, es liegt im Ort Marquardt, dort und im Park trifft man Spaziergänger. In das Innere des Schlosses kommt man nicht, aber von außen und im Park kann man sich durchaus umsehen.

Ausflug nach Lindow-Klosterheide

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der man am Wochenende wunderbare Ausflüge ins Berliner und Brandenburger Umland machen kann. Schon vor einiger Zeit waren wir in der Gegend von Klosterheide, Lindow und Meseberg und haben an zwei Tagen so viele Dinge entdecken können. Gut geplant hatte auch diesmal ein ehemaliger Kollege, der es immer schafft, dass man die schönsten Dinge kennenlernt. Und alles ohne Stress.

Beginnend mit der Unterkunft – hier der Blick aus meinem Zimmer im Hotel & Gasthof Klosterheide.

Den ganzen Bericht mit vielen schönen Bildern könnt Ihr hier weiterlesen.

Viel Spaß wünscht Kerstin

Ausflug nach Buckow

Diesmal geht es aufs Land – nach Buckow in der Märkischen Schweiz. Von Berlin aus ist man in einer Stunde dort und wir wollten uns am Samstag dort einen schönen Tag machen. Dazu gehört natürlich auch ein schönes Frühstück, in Berlin kann man sich die Restaurants aussuchen. Leider ist die Idee in Buckow noch nicht weitverbreitet und schließlich empfahl man uns die Bäckerei, die allerdings um 12 Uhr zu machte und wir wollten uns nicht hetzen lassen. Unsere nächste Wahl war eine Gaststätte nebne einer Mühle, Mittagstisch – wirklich und wahrhaftig. Schlechtgelaunte Bedienung, zu teures Essen. Über die Einrichtung kann man sicher diskutieren, aber wenn sonst nichts stimmt – passt das einfach nur dazu. Der Tag startete also nicht so super. Mit halbvollem Magen haben wir uns die kleinen Stadt angesehen, ein interessanter Mix.

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Unser eigentliches Ziel war aber der Besuch der Galerie KöZwölf (alle Adressen am Ende)

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Dort läuft zur Zeit eine neue Ausstellung, die wirklich empfehlenswert. Die Kunst kann man dort kaufen, ebenso wie schöne Keramik in einem Atelier nebenan.

Danach ging es zum Brecht-Weigel-Haus, dem touristischen Highlight des Ortes. Ich war früher schon einmal dort, leider war geschlossen. Diesmal hatten wir mehr Glück und es war wirklich wunderschön dort. Haus und Garten hatten wir fast für uns allein und es gab dort sehr nette Leute, ganz im Gegensatz zur Mühle.

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Die Bilder sind fast zu schön, oder ?

Ebenso eindrucksvoll war der Sonnenuntergang, den man von der Terrasse des Strandrestaurants beobachten konnte. Auch dort waren Essen und Bedienung perfekt. So wurde es trotz den schlechten Startes ein schöner Tag. Trotz der niedrigen Temperaturen haben wir draußen gesessen, bei dem Anblick vergaß man das fast.

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Der kleine Ort bietet einiges zum Ansehen, er ist sehr ruhig, Restaurants findet man nicht so viele, Geschäfte auch nicht :)

Wer Zeit hat, sollte bei schönem Wetter eine Bootsfahrt auf dem Schermützelsee (ja, der heißt so) machen. Der Anlegestelle findet am direkt am Strandhotel.

Falls Ihr einen Ausflug machen wollt, hier noch ein paar Infos und viel Spaß in Buckow !

Brecht-Weigel-Haus
Bertolt-Brecht-Straße 30, 15377 Buckow
Tel. 033433 / 467 Fax. 033433 / 56 215
April bis Oktober
Mittwoch-Freitag 13 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag u. Feiertag 13 – 18 Uhr

KÖzwölf
Königstrasse 12
15377 Buckow, die Perle der Märkischen Schweiz
in den Sommermonaten Sa und So 12.00 – 19.00 Uhr
und in der Winterzeit Sa und So 12.00 bis 18.00

Strandhotel Buckow
Restaurant, Café, Konditorei
Wriezener Straße 27 / 28
D-15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Telefon: +49 (0)33433-279

Die Waldmöpse sind los

Wer hat nicht von ihnen gehört – den gehörnten Waldmöpsen, die eine aussterbende Art in Deutschland ist. Mit Dokumentaraufnahmen bewies Loriot, dass ein kleiner Restbestand verkleinerter, aber immerhin noch gehörnter Waldmöpse in unseren Wäldern überdauert habe und dort beträchtliche Schäden anrichtete. Diese konnten sich nur halten, weil der Waldmops die unterschiedlichsten Überlebens- und Fortpflanzungsstrategien anwendet. Im Frühjahr und Herbst folgt er den Zugvögeln und seine Eier legt er in die Quellflüsse großer Ströme, wohin er immer wieder zurückkehrt.

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Soweit die Geschichte. In der Praxis ehrt Brandenburg, die Geburtstadt von Loriot, den Künstler mit einem Waldmopszentrum. Im Humboldthain kann man sitzende, liegende, schnüffelnde, stehende, nach hinten blickende und pinkelnde Waldmöpse betrachten, wenn man sie denn findet !
Daraus kann man einen unterhaltsamen Spaziergang machen und versuchen so viele Waldmöpse zu möglich zu finden. Aber Achtung – die Wesen sind klein und man muss nach unten sehen.
Ich habe an meinem ersten Buga-Tag nur drei gefunden, Grund es beim nächsten Mal besser zu machen.

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Fakten-Check:
Die Waldmöpse stammen von Clara Walter. Die 23 Jahre alte Berlinerin studiert in Detmold Innenarchitektur und hat mit ihrem Entwurf “Der wilde Waldmops” den Wettbewerb für ein Loriot-Denkmal in der Geburtsstadt des Karikaturisten, Humoristen und Schauspielers gewonnen.

Einen Besuch wert – Brandenburg a.d.Havel

Am Freitag beginnt die diesjährige Buga, die zum ersten Mal in mehreren Städten und Bundesländern stattfindet. Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich aus Brandenburg a.d.Havel komme. Nicht nur deshalb möchte ich Euch diese Stadt näher bringen, die man auch ohne die Buga 2015 besuchen kann. Gerade an einem schönen Sonnentag macht es Spaß die Stadt zu erkunden. Also – schaut auf meine Stadtbilder und freut Euch auf meine kleine Serie zur Stadt.

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Lost Place – die Schmiede in Groß Neuendorf

Vor ein paar Jahren war ich schon einmal im Oderbruch, aber die Landschaft habe ich damals noch nicht wirklich wahrgenommen. Diesmal war das anders, vielleicht auch weil ich mir Zeit und Ruhe für die Tage in Groß Neuendorf genommen habe. Gewohnt habe ich in der Pension “Zur Schmiede”, die sich im ehemaligen Wohnhaus des letzten Schmiedes befindet. Mein Zimmer hatte sogar einen Kachelofen, der in der aktuellen Hitzewelle natürlich nicht im Einsatz war. Die Atmosphäre in der Pension ist sehr angenehm, familiär und hat ein tolles Preis-Leistungsverhältnis plus sehr gutem Frühstück.
Geführt wird sie von der Familie Rindfleisch, deren Vater bzw.Schwiegervater der letzte Schmied war. Ich habe am letzten Tag meines Aufenthalts ein paar Fotos machen können, die hoffentlich ein wenig von der Stimmung der Schmiede zeigen.
Vielen Dank an Heinrich Rindfleisch, der mir die Verwendung einiger Ausstellungsstücke erklärt hat.

Die Familie Rindfleisch hat die Werkstatt nach dem Tod des Vaters nicht mehr benutzt und so sind viele Stücke einfach “liegengeblieben”. Vor ein paar Jahren wurde der Raum etwas hergerichtet und da ich dort gewohnt habe, konnte ich ein Blick in das Innere werfen. Ich glaube, die “Ausstellung” ist halb öffentlich, einfach fragen. Adresse am Ende des Beitrages.

Was sagt Ihr zu den Fotos? Ich weiß nie so genau wann es zu viele Bilder sind.

 

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Es gibt auch eine interessante Webseite zur Schmiede und natürlich zur Pension.

Hier die Adresse:
Pension “Zur Schmiede”
Poststrasse 8
15324 Letschin, OT Groß Neuendorf
Tel.: (033478) 222
e-mail: ino@pension-zur-schmiede.de

Ich habe natürlich noch andere Dinge in meinem Kurztrip gesehen und erlebt, dazu später mehr. Für den Moment haben Euch die Bilder hoffentlich gefallen.