Blick in die Vergangenheit – Brandenburg a.d. Havel

Weihnachten ist auch eine Zeit in der man sich an früher erinnert und vielleicht alte Fotos ansieht. Das mit den Fotos stand diesmal auf meinem Wunschzettel, der nur kurz war. Aber die Sache mit den Fotos lag in meiner Hand und ich habe wirklich tolle Schätze gefunden. Die folgenden Bilder kannte bisher niemand. Mein Onkel hat sie wohl mit einer tschechischen (Pocket)Kamera aufgenommen und zum Entwickeln und Abzüge machen seiner Schwester aus Hamburg mitgegeben. Dort lagen die Filme seit Ende der 60iger Jahre, ohne das jemand Abzüge gemacht hatte. Leider war es auch vor meiner Zeit, so dass ich ein wenig Hilfe bei den Schauplätze brauche. Alles spielt in Brandenburg, manche Plätze kenne ich, andere nicht. Hier sind die Bilder, wenn Ihr etwas erkennt, wäre das toll.

Lost Place in Brandenburg a.d.Havel

Heute geht es um einen “Lost Place” in der Stadt Brandenburg a.d.Havel, der ganz offiziell besucht werden kann. Denn das ehemalige Stahl-und Walzwerk ist heute ein Industriedenkmal, ich war im Herbst dort und die Fotomotive sind enorm. Dabei kann man sich in der großen Halle frei bewegen, es gibt Stiegen, Leitern und Arbeitsbrücken – fast alles zugänglich, wenn man keine Höhenangst hat :)
Es gibt einen Helm und Umhang bei der Einweisung, ich würde (stand)feste Schuhe empfehlen, aber ich bin Brillenträgerin und fühlte mich damit einfach besser. Man kann sich vor der Besichtigung ein kleines Video ansehen, ich fand das persönlich recht hilfreich, weil es die Schließung des Werkes erklärt.
(Nach der Wende waren die Siemens-Martin-Öfen nicht mehr wettbewerbsfähig. In Westeuropa waren sie schon seit den 1960er Jahren ausgemustert worden. Brandenburg war aus Sicht der italienischen Investoren ein Museumsbetrieb. Die Siemens-Martin-Öfen wurden nach und nach abgestellt und abgebrochen. Im Dezember 1993 gab es den letzten Abstich, die Zeit der Siemens-Martin-Öfen war damit endgültig beendet.)
Im Museum geht alles sehr familiär zu, keine große Bürokratie und man zahlt den Eintritt schon deshalb gern. Ich glaube jeder Besucher wird gebraucht damit das Museum erhalten bleibt. Ich war 3 Stunden dort (länger als geplant) und habe dort nur 7 andere Besucher gesehen. Perfekt für Fotografen.

Hier der Teil 1 in schwarz-weiß.

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Öffnungszeiten:
Dienstag−Sonntag und an Feiertagen: 10.00−16.00 Uhr
vom 22.12.2014 bis 05.01.2015 ist das Museum geschlossen

Adresse:
14770 Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Straße 5, Tel.: 03381 30 46 46

Achtung:
An Sonn- und Feiertagen fährt die Straßenbahn nur alle 60 Minuten als Linie 6 vom Hauptbahnhof mit Umsteigen in Linie 1 2 Richtung Quenzbrücke! Haltestelle: Industriemuseum/Am Stadion. Im Museum kann man nach den Rückfahrzeiten der Straßenbahn fragen.

Slawendorf in Brandenburg a. d. Havel

Heute gibt es einen Ausflugstipp für die Stadt Brandenburg a.d. Havel. Vielleicht wißt Ihr, dass dort 2015 die BUGA stattfindet und man unternimmt eine Menge um die Stadt attraktiver zu machen. Ich bin gespannt wie es im nächsten Jahr aussehen wird, aber es ist gut, dass es auch andere Dinge anzusehen gibt. Das Slawendorf Brandenburg an der Havel, das erste seiner Art im Land Brandenburg, entstand zwischen 2004 und 2010. Gemeinsam mit Archäologen, Historikern und Partnern aus Wirtschaft, Museen und Verwaltung errichtete man diesen Nachbau einer historischen Siedlung. Ich bin am Wochenende mit einem Gästeführer durch die Anlage gelaufen und war wirklich beeindruckt. Zusätzlich zu zahlreichen Hütten und Gewerken, gibt es eine Schenke (Snacks und Getränke), Hütten zum Übernachten, Seminarräume und Versammlungsplätze.

 

 

 

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Das Dorf liegt faktisch im Zentrum der Stadt, mit der Straßenbahn zum Nikolaiplatz und dann läuft man 3 Minuten bis zum Haupteingang.

Hier die allgemeinen Angaben:

Slawendorf-Brandenburg
Neuendorfer Str. 89 c
14770 Brandenburg an der Havel
Tel. 0 33 81 – 20 87 40 23
e-mail: brekow@bas-brandenburg.de

Wer sich für die Stadt Brandenburg interessiert, ich versuche hier regelmäßig News über die Stadt zu posten.

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Vielleicht erkennt Ihr das Haus. Es soll als Kulisse für die Neuverfilmung von “Rapunzel” gedient haben :)

Herbstliche Impressionen

Was für ein tolles verlängertes Wochenende !
Wir hatten eine schöne Zeit in meiner Geburtsstadt Brandenburg an der Havel, nach einen gemütlichen Frühstück ins Auto gesetzt und nach nur 40 Minuten da. Auf dem Plan stand etwas ungewöhnliches – das Stahl- und Walzwerkwerk, ein Industriedenkmal besonderer Art und der Nachbau eines Slawendorfes. Beides kann man wirklich empfehlen, aber dazu später mehr.
Heute abend nur ein paar Herbstfotos und die Hoffnung, dass das schöne Wetter noch eine Weile anhält.

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Cafe Rosenhag in Brandenburg

Im Mai diesen Jahres wurde dieses Cafe in einem Bauhaus-Gebäude in der Nähe des Marienberges in Brandenburg eröffnet. Ich versuche noch ein wenig mehr darüber zu erfahren, aber bis dahin könnt Ihr Euch einen Eindruck verschaffen.

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Das ist der Blick aus dem Fenster, leider eine Baustelle. Und keiner weiß wielange.

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Kindheitserinnerung: Denkmal in Brandenburg a.d.Havel

Am Samstag war ich mit Freunden in Brandenburg und wir hatten einen tollen Sommertag, 24 Grad, Sonne und blauer Himmel. Wir haben im Cafe Rosenhag gesessen, sind herumgewandert und sind in Erinnerungen geschwelgt.
Und ich habe ganze 172 Fotos gemacht. Fast ein Rekord, natürlich sind nicht alle Bilder perfekt, aber ein paar schöne Fotos sind schon entstanden. Ich hoffe, dass es Euch interessiert, denn ich werde Euch in den nächsten Tagen ein paar davon präsentieren. Den Anfang mache ich mit einer Kindheitserinnerung, einem Denkmal.
Das Denkmal hat offensichtlich zwei Namen (Steinklopferin finde ich viel passender) und ich habe es als Kind geliebt. Wirklich, und auch heute finde ich es toll. Besonders wenn es auf einer Wiese voller Gänseblümchen steht, die wir dann gepflückt haben und der Frau und dem Baby in die Hände stecken konnten. Oder zwischen die Zehen :)
Ich habe versucht die Magie ein wenig einzufangen, schwierig, weil ich genau in der Mittagszeit dort war. Wer ein paar Bilder sehen will, kann hier klicken. Dort poste ich vor allem Fotos. Hier gibt es eine Collage.

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Was ist Heimat?

Ich habe bei Inka  auf “Blickgewinkelt” von der Blogparade zum Thema “Heimat” gelesen.

Was heißt Heimat für mich?

Brandenburg ist noch immer meine Heimat, obwohl ich seit Jahrzehnten nicht mehr dort lebe. Aber ich bin in Brandenburg an der Havel geboren und aufgewachsen. Meine Familie hat lange dort gelebt.

Und heute:  Berlin. Wenn ich unterwegs war und mich auf den Weg nach Hause mache, freue ich mich auf Berlin. Das Gefühl zu Hause zu sein, hier meine Heimat gefunden zu haben – es erfaßt mich jedesmal.

Ein Teil meiner Familie lebt jetzt in Hamburg. Eine tolle Stadt, die ich bei meinen Besuchen kennegelernt habe. Für eine Zeitlang hatte sich auch die Frage gestellt, soll ich dorthin ziehen? Aber wenn ich ehrlich zu mir war, ich konnte es mir nicht vorstellen. So schön es hier war, mir erschien die Stadt zu weit von meinem Leben, meiner Wirklichkeit entfernt. Immer wenn ich meine Eltern besucht habe, kam ich in eine heile Welt. Heil, weil sie nichts mit der Realität zu tun hatte, die ich erlebe. Vielleicht auch weil es Westdeutschland ist. Berlin ist mir näher. Berlin ist nicht so vornehm, nicht so reich, nicht so heil.

Inka hatte den Begriff Heimat/Zuhause auch im großen Rahmen gesehen und damit will ich meine Betrachtungen auch beenden.

Ich hatte mich ja als Ex-DDRler geoutet. Spielt das heute noch eine Rolle? Hier bei uns im Land auf jeden Fall. Und ehe ich mich an die neue Hyme gewöhnt habe, das hat Jahre gebraucht. Heute bin ich aus Deutschland. Merkwürdig. Vor allem meine Besuche in den USA und die Gespräche mit amerikanischen Freunden habe mich zu dieser Erkenntnis gebracht. Sie haben mich von ersten Augenblick als Deutsche gesehen. Unter den Freunden in Chicago sind viele jüdischer Herkunft, ihre Fragen haben es mir das klar gemacht. Zuvor war ich aus der DDR, hier war ich die Deutsche. Damit hatte ich eine Art Rolle und Verantwortung, die zu erklären nicht in diese Post paßt. Aber vielleicht rede ich später darüber.

Bis dahin, einen schönen Sonntag !

Diese Post ist Teil der Blogparade

 

 

Ein Frühlingstag in Brandenburg an der Havel

Die Stadt Brandenburg ist ein wenig “untergegangen”, zu DDR-Zeiten und auch heute. Dabei verdient sie viel mehr Aufmerksamkeit. Aber die Fördermittel fließen nach Potsdam und dann gibt es noch die Streitigkeiten in der Stadt. Allerdings sind im Moment viele Baustellen zu sehen, hoffentlich nicht zu spät für die vielen alten Häuser.

Ich will ab und zu ein paar Bilder posten und fange einfach mit einem entspannten Blick auf ein kleines Cafe an, dass in einem “Brückenpfeiler” gebaut wurde. Innen gibt es nur ein paar Plätze, aber draußen in den Liegenstühlen oder auf den Stufen am Ufer der Havel ist es viel schöner.

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Ich “musste” auch meine weniger-Brot-Regel durchbrechen, aber es gab so leckere Dinge.

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Und wenn man ein paar Schritte am Ufer der Havel entlang läuft, dann sieht man, der Frühling ist endlich da.

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In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Freitag !