Die Waldmöpse sind los

Wer hat nicht von ihnen gehört – den gehörnten Waldmöpsen, die eine aussterbende Art in Deutschland ist. Mit Dokumentaraufnahmen bewies Loriot, dass ein kleiner Restbestand verkleinerter, aber immerhin noch gehörnter Waldmöpse in unseren Wäldern überdauert habe und dort beträchtliche Schäden anrichtete. Diese konnten sich nur halten, weil der Waldmops die unterschiedlichsten Überlebens- und Fortpflanzungsstrategien anwendet. Im Frühjahr und Herbst folgt er den Zugvögeln und seine Eier legt er in die Quellflüsse großer Ströme, wohin er immer wieder zurückkehrt.

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Soweit die Geschichte. In der Praxis ehrt Brandenburg, die Geburtstadt von Loriot, den Künstler mit einem Waldmopszentrum. Im Humboldthain kann man sitzende, liegende, schnüffelnde, stehende, nach hinten blickende und pinkelnde Waldmöpse betrachten, wenn man sie denn findet !
Daraus kann man einen unterhaltsamen Spaziergang machen und versuchen so viele Waldmöpse zu möglich zu finden. Aber Achtung – die Wesen sind klein und man muss nach unten sehen.
Ich habe an meinem ersten Buga-Tag nur drei gefunden, Grund es beim nächsten Mal besser zu machen.

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Fakten-Check:
Die Waldmöpse stammen von Clara Walter. Die 23 Jahre alte Berlinerin studiert in Detmold Innenarchitektur und hat mit ihrem Entwurf “Der wilde Waldmops” den Wettbewerb für ein Loriot-Denkmal in der Geburtsstadt des Karikaturisten, Humoristen und Schauspielers gewonnen.

Perfekte Fotomotive – die Blumenschau in Brandenburg a.d.Havel

Wer tolle Blumen und Macromotive zum Fotografieren sucht, der ist hier richtig – in der Kirche St. Johannis, einer ehemaligen Klosterkirche aus dem 15. Jahrhundert. Ich kenne diese Kirche nur als Ruine und was daraus geworden ist, hat mich wirklich überzeugt. Das nenne ich Nachhaltigkeit, denn diese Kirche wird auch nach dem Ende der BUGA bleiben.

Im Inneren wurde die Kirche entkernt und so finden die Blumenarrangements ausreichend Platz. Was das ganze noch Einzigartiger macht, sind die wöchentlich wechselnden Ausstellungen. Allein dieser Aufwand ist enorm. Für den Besucher und Fotografen heißt das natürlich, dass man mehr als einmal kommen muss oder sich auf eine Richtung spezialisiert. Die entsprechenden Themen und Daten findet man hier.

Aber genug der Worte, hier die ersten Fotos.

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Im Fernsehen wurde u.a. die Mohnblumenschale gezeigt und ich kann Euch versichern, dass jede Blume echt ist.

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Ich bin noch dabei meine Bilder zu sortieren, damit Ihr einen Eindruck bekommt, zum Schluß ein Blick ins Innere. Ich werde auf jeden Fall noch mehr Fotos posten.

Die Kirche St.Johannis findet Ihr in der Stadt Brandenburg, sie liegt im Humboldthain, fast an der Havel. Auf Grund der Größe ist sie nicht zu übersehen :)

Viel Spaß beim Ansehen wünscht Kerstin

Up in the air – mit dem City-Skyliner in Brandenburg

Der dritte Buga-Tag und das Wetter könnte nicht besser sein, besonders für den Skyliner. Drei von fünf BUGA-Kommunen kommen in den Genuss des BUGA-City-Skyliners: Bandenburg an der Havel, Rathenow und die Hansestadt Havelberg. In Brandenburg steht er vom 18.04.-07.06.2015 auf dem Festplatz am Heineufer, also nicht direkt auf den BUGA-Geländen, sondern in unmittelbarer Nähe – immer sehr gut fußläufig erreichbar. Der Preis für eine Fahrt beträgt für Erwachsene 6 Euro und ist nicht im Kartenpreis enthalten. Wer schwindelfrei ist, dem kann man so eine Fahrt wirklich nur empfehlen. Ich war am Vormittag dort und es war zum Glück nicht so voll. Man konnte gut Filmen und Fotografieren.

Von der verglasten Aussichtsplattform ist eine atemberaubende 360 Grad-Sicht auf die BUGA-Areale, die BUGA-Kommunen und sogar bis weit in die Havelregion hinein möglich. Bei guter Sicht kann bis in eine Entfernung von bis zu 30 Kilometern geschaut werden. Jeweils vier Mal pro Stunde erhebt sich der Aussichtsturm für die Besucher. 2.400 Besuchern wird so täglich ein „Aufstieg“ in die Lüfte ermöglicht.

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„Der City Skyliner eine große touristische Attraktion. Die Höhe, die die Plattform erreicht, ist wirklich einmalig in der Welt. Viele Besucher werden die Chance nutzen die Havelregion von oben zu betrachten. Der City Skyliner ist ein wunderbares und exklusives Zusatzangebot für unsere vielen Gäste aus der gesamten Bundesrepublik“, so Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der BUGA-Kommune Brandenburg an der Havel.

Das Wetter war wirklich perfekt, die Sicht ausgezeichnet.

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Für die Technik-Fans unter Euch hier noch ein paar Fakten:

Gesamthöhe: 81,0 m
Grundfläche: 23 m Front x 24 m Tiefe
Maximale Höhe der Kabine: 72 m
Kapazität: 60 Personen, maximal 4,5 t
Treppenhöhe 2,5 m
Gesamtgewicht: 270 t (auf sechs Bodendruckpunkten)

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Ich hoffe, dass ich Euch nicht gelangweilt habe, aber fern Skyliner ist wirklich ein guter Start für den Besuch der Buga. Von oben erkennt man auch, wo die meisten Besucher sind :)

Jüdischer Friedhof in der Geschwister-Scholl-Straße

In Brandenburg gibt es neben der Buga 2015 einiges zu sehen. Ich möchte heute den Jüdischen Friedhof empfehlen, der sich in der Nähe des Hauptbahnhofes befindet.
1747 legte die Jüdische Gemeinde der Stadt diesen an. 1933 hatte die Jüdische Gemeinde 200 Mitglieder, die letzten wurden 1943 deportiert. Schon zuvor war der Friedhof verwüstet worden und man plante auf dem Gelände einen Sportplatz. Zum Glück kam es nicht dazu.
Nach Kriegsende wurde das Gelände wieder hergerichtet, eine Gedenktafel wurde aufgestellt und 1951 übergab man ihn als Gedenkstätte an die Jüdische Gemeinde.

Ich habe den Friedhof nicht auf den Stadtplan gefunden, deshalb kann ich nur eine ungefähre Adresse angeben. Am besten läuft man von Bahnhof zur Geschwister-Scholl-Straße. Das sind rund 10 Minuten Fussweg, auf der rechten Straßenseite, in der Nähe von Brennabor (das kennen viele Brandenburger).

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Einen Besuch wert – Brandenburg a.d.Havel

Am Freitag beginnt die diesjährige Buga, die zum ersten Mal in mehreren Städten und Bundesländern stattfindet. Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich aus Brandenburg a.d.Havel komme. Nicht nur deshalb möchte ich Euch diese Stadt näher bringen, die man auch ohne die Buga 2015 besuchen kann. Gerade an einem schönen Sonnentag macht es Spaß die Stadt zu erkunden. Also – schaut auf meine Stadtbilder und freut Euch auf meine kleine Serie zur Stadt.

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Blick in die Vergangenheit – Brandenburg a.d. Havel

Weihnachten ist auch eine Zeit in der man sich an früher erinnert und vielleicht alte Fotos ansieht. Das mit den Fotos stand diesmal auf meinem Wunschzettel, der nur kurz war. Aber die Sache mit den Fotos lag in meiner Hand und ich habe wirklich tolle Schätze gefunden. Die folgenden Bilder kannte bisher niemand. Mein Onkel hat sie wohl mit einer tschechischen (Pocket)Kamera aufgenommen und zum Entwickeln und Abzüge machen seiner Schwester aus Hamburg mitgegeben. Dort lagen die Filme seit Ende der 60iger Jahre, ohne das jemand Abzüge gemacht hatte. Leider war es auch vor meiner Zeit, so dass ich ein wenig Hilfe bei den Schauplätze brauche. Alles spielt in Brandenburg, manche Plätze kenne ich, andere nicht. Hier sind die Bilder, wenn Ihr etwas erkennt, wäre das toll.

Lost Place in Brandenburg a.d.Havel

Heute geht es um einen “Lost Place” in der Stadt Brandenburg a.d.Havel, der ganz offiziell besucht werden kann. Denn das ehemalige Stahl-und Walzwerk ist heute ein Industriedenkmal, ich war im Herbst dort und die Fotomotive sind enorm. Dabei kann man sich in der großen Halle frei bewegen, es gibt Stiegen, Leitern und Arbeitsbrücken – fast alles zugänglich, wenn man keine Höhenangst hat :)
Es gibt einen Helm und Umhang bei der Einweisung, ich würde (stand)feste Schuhe empfehlen, aber ich bin Brillenträgerin und fühlte mich damit einfach besser. Man kann sich vor der Besichtigung ein kleines Video ansehen, ich fand das persönlich recht hilfreich, weil es die Schließung des Werkes erklärt.
(Nach der Wende waren die Siemens-Martin-Öfen nicht mehr wettbewerbsfähig. In Westeuropa waren sie schon seit den 1960er Jahren ausgemustert worden. Brandenburg war aus Sicht der italienischen Investoren ein Museumsbetrieb. Die Siemens-Martin-Öfen wurden nach und nach abgestellt und abgebrochen. Im Dezember 1993 gab es den letzten Abstich, die Zeit der Siemens-Martin-Öfen war damit endgültig beendet.)
Im Museum geht alles sehr familiär zu, keine große Bürokratie und man zahlt den Eintritt schon deshalb gern. Ich glaube jeder Besucher wird gebraucht damit das Museum erhalten bleibt. Ich war 3 Stunden dort (länger als geplant) und habe dort nur 7 andere Besucher gesehen. Perfekt für Fotografen.

Hier der Teil 1 in schwarz-weiß.

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Öffnungszeiten:
Dienstag−Sonntag und an Feiertagen: 10.00−16.00 Uhr
vom 22.12.2014 bis 05.01.2015 ist das Museum geschlossen

Adresse:
14770 Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Straße 5, Tel.: 03381 30 46 46

Achtung:
An Sonn- und Feiertagen fährt die Straßenbahn nur alle 60 Minuten als Linie 6 vom Hauptbahnhof mit Umsteigen in Linie 1 2 Richtung Quenzbrücke! Haltestelle: Industriemuseum/Am Stadion. Im Museum kann man nach den Rückfahrzeiten der Straßenbahn fragen.

Pressefrühstück in Brandenburg a.d.Havel

Am 27. März 2014 fand das erste PRESSEFRÜHSTÜCK IM CAFÉ ROSENHAG statt. Schon der Name Café Rosenhag weckte schöne Erinnerungen an das vergangene Jahr. Wenn Ihr Lust habt, dann schaut doch auf meinen damaligen Bericht. Diesmal luden der BUGA-Geschäftsführer Erhard Skupch und Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann die Medienvertreter ein und informierten über den Stand der Dinge. Ein wichtiger Tagesordnungpunkt war die Präsentation der Eintrittskarten, deren Verkauf im einem Monat beginnt.

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Hier noch ein genauer Blick auf die Dauerkarte, die für die Buga in der Havelregion gilt.

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Anwesende Mitarbeiter des Teams (Frank Schröder, Leiter Planung & technische Durchführung des BUGA-Zweckverbandes Rainer Berger, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft mbH (DBG) Christian Bodach, Leiter Touristische Infrastruktur des BUGA-Zweckverbandes Matthias Ulrich, Leiter Marketing des BUGA-Zweckverbandes), präsentierten verschiedene Aspekte der Buga. Hier ein paar Bilder (ohne Wertung, die Bildqualität war entscheidend :)).

xIMG_1080 xIMG_1072   Dr. Dietlind Tiemann, die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel und Vorsteherin des BUGA-Zweckverbandes und Erhard Skupch, Geschäftsführer des BUGA-Zweckverbandes.

Teil des Brandenburger Konzepts ist die Einbeziehung der Wasserwege. Hier beantwortet Kerstin Bischoff von der Reederei Fragen der Journalisten.

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Besonders gut haben mir die Ideen des Fährbetriebs und das geplante Blumenband durch die Havelregion. Ich hatte mir zuvor nicht wirklich Gedanken über besondere Züchtungen gemacht, man stellt sich als Besucher nicht vor was alles vorbereitet und geplant werden muss. Dr. Dietlind Tiemann, die Oberbürgermeisterin, sprach abschließend noch von den “Sowieso-Projekten”, so werden die städtebaulichen Begleitmaßnahmen in Brandenburg an der Havel genannt. Ich bin wirklich gespannt wie sich das im Stadtbild widerspiegeln wird. Das Pressefrühstück fand ich sehr gelungen, danke für die Einladung.

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Ich habe das schöne Wetter genutzt und bin noch ein wenig durch die Stadt geschlendert, Bilder dazu in einem anderen Beitrag.

Auf dem Neustädtischen Markt habe ich dann diese Info-Box entdeckt, zentral platziert und in dem Farben der Buga.

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Ein Frühlingstag in Brandenburg an der Havel

Die Stadt Brandenburg ist ein wenig “untergegangen”, zu DDR-Zeiten und auch heute. Dabei verdient sie viel mehr Aufmerksamkeit. Aber die Fördermittel fließen nach Potsdam und dann gibt es noch die Streitigkeiten in der Stadt. Allerdings sind im Moment viele Baustellen zu sehen, hoffentlich nicht zu spät für die vielen alten Häuser. Ich will ab und zu ein paar Bilder posten und fange einfach mit einem entspannten Blick auf ein kleines Cafe an, dass in einem “Brückenpfeiler” gebaut wurde. Innen gibt es nur ein paar Plätze, aber draußen in den Liegenstühlen oder auf den Stufen am Ufer der Havel ist es viel schöner.

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Ich “musste” auch meine weniger-Brot-Regel durchbrechen, aber es gab so leckere Dinge.

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Und wenn man ein paar Schritte am Ufer der Havel entlang läuft, dann sieht man, der Frühling ist endlich da.

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In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Freitag !